Die STIKO aktualisiert ihre COVID-19-Impfempfehlung und empfiehlt allen Personen ab 12 Jahren eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff.

Die STIKO bekräftigt jedoch ihre Empfehlung folgenden Personengruppen prioritär eine Auffrischimpfung anzubieten: Personen mit Immundefizienz, Personen im Alter von ≥ 60 Jahren, BewohnerInnen und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen sowie Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Auch bisher Nicht-Geimpfte sollen vordringlich geimpft werden.

Die 1. Auffrischimpfungen sollte 3 Monate nach der letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen (laut neuer Empfehlung der STIKO vom 21.12.2021). Unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde, soll für die Auffrischimpfung ein mRNA-Impfstoff (Moderna oder Biontech/Pfizer) verwendet werden.

Die Auffrischimpfung dient sowohl dem Selbstschutz als auch dem Schutz der Mitmenschen und lässt einen längerfristigen robusten Impfschutz erwarten. Die epidemiologische Auswirkung durch eine verminderte Transmission wird erst bei hohen Impfquoten bei Auffrischimpfungen deutlich wirksam werden.

Die Empfehlung zur Auffrischimpfung gilt auch für Schwangere ab dem 2. Trimenon. (Pressemitteilung der STIKO vom 18.11.2021)

Auffrischimpfung auch für Genesene empfohlen

Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht und danach eine Impfstoffdosis erhalten haben, empfiehlt die STIKO eine Auffrischimpfung in der Regel sechs Monate nach der vorangegangenen Impfung.

Das gleiche gilt für Personen, die nach der ersten oder zweiten COVID-19-Impfung eine Corona-Infektion durchgemacht haben. Auch sie sollen eine Auffrischimpfung im Abstand von sechs Monaten zur letzten Infektion erhalten.  

Zweite Auffrischimpfung

Eine zweite Auffrischimpfung gegen Corona sollen Personen über 60 Jahre, Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche sowie Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen erhalten. Bei gesundheitlich gefährdeten Personen soll die Impfung frühestens sechs Monate nach der ersten Auffrischimpfung erfolgen. Gesundheits- und Pflegepersonal soll den zweiten Booster ebenfalls frühestens nach sechs Monaten erhalten.

Für Personen, die bereits vier immunologische Ereignisse hatten, wird vorerst keine weitere Auffrischimpfung empfohlen. Bei besonders gefährdeten Personen (z.B. Hochbetagte) kann es aufgrund einer nachlassenden Leistungsfähigkeit des Immunsystems (Immunoseneszenz) sinnvoll sein, nach dem 4. Ereignis (z.B. 2. Auffrischimpfung) noch eine weitere Impfstoffdosis zu verabreichen. Die Indikation sollte unter Berücksichtigung des Gesundheitszustands und der Gefährdung individuell getroffen werden